Schlimm: ¡Katzenpornographie im Internet!

Neuesten Schätzungen zufolge werden täglich mehr als zwanzig Fotos von jungen, unschuldigen Kätzchen im Internet veröffentlicht. Und auch hierzulande verschaffen sich immer mehr Hauskater unerlaubten Zugang zum Netz. "Zuerst versuchte mein Kater immer, den Mauszeiger auf dem Bildschirm zu fangen", berichtet Mark T. aus B., "doch dann fand er heraus, wie er mit der Computermaus umgehen muß, um an die scharfen Sachen heranzukommen."

Verantwortlich für die drastische Zunahme der Katzenpornographie sind jedoch die Menschen - und vor allem deren Kinder. Schon vor Jahren stellten sie voller Stolz aufreizende Fotos ihrer putzigen Lieblinge auf die Familienhomepage. Mittlerweile hat sich ein international operierender Katzenpornoring gebildet, der mit den technischen Mitteln des Internet viele der scheinbar harmlosen Katzenseiten über ein sogenanntes CatNet verbindet.

Dieter Grönling

T971121.169
TAZ Nr. 5388
TAZ-Bericht vom 21.11.1997 S. 20 Die Wahrheit

31 Zeilen von Dieter Grönling