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Antrag:Bundesparteitag 2013.1/Antragsportal/WP045

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Tango-preferences-system.svg Dies ist ein Antrag für den Bundesparteitag 2013.1. Das Sammeln und Diskutieren von Argumenten für und gegen den Antrag ist auf der Diskussionsseite möglich

Wende dich bei Fragen und (als Antragsteller) Änderungswünschen an ein Mitglied der Antragskommission.

Tango-dialog-warning.svg Dieser Text ist (noch) keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland, sondern ein an den Bundesparteitag eingereichter Antrag.

Antragsübersicht

Antragsnummer WP045
Einreichungsdatum 15.03.2013
Antragsteller

FJ

Mitantragsteller
  • Technixer
  • Gabriele Biwanke-Wenzel
  • Piezzo
  • Michael Böttcher
Antragstyp Wahlprogramm
Antragsgruppe Bildung und Forschung
Zusammenfassung des Antrags verlässliche Promotionsphase und Berufsperspektive für Promovierende und Postdocs, paritätische Mitbestimmung aller Angehörigen der Hochschulen, Einheit von Lehre und Forschung nach dem Humboldtschen Ideal
Schlagworte Promovierende, PostDocs, Dauerstellen in Forschung und Lehre, Einheit von Lehre und Forschung, paritätische Mitbestimmung
Datum der letzten Änderung 12.4.2013
Status des Antrags

Pictogram voting keep-light-green.svg Geprüft

Abstimmungsergebnis

Pictogram voting question.svg Noch nicht abgestimmt

Antragstitel

Bekenntnis zum Templiner Manifest

Antragstext

Der Bundesparteitag möge beschließen, im Wahlprogramm in einem Abschnitt Hochschulpolitik an geeigneter Stelle folgenden Absatz zum Thema: Studierende, Promovierende und Postdocs an Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstituten aufzunehmen:

Bekenntnis zum Templiner Manifest

Die Piratenpartei Deutschland unterstützt das "Templiner Manifest" der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Im Einzelnen stehen wir deshalb zu den folgenden Punkten, die sich am Templiner Manifest orientieren:

1. Die Promotionsphase muss besser strukturiert werden, Promovierende sind finanziell besser abzusichern.

2. Für Postdocs sind verlässliche (Berufs-)perspektiven zu schaffen.

3. Für Daueraufgaben in Forschung und Lehre sind Dauerstellen zu schaffen.

4. Statt der Vergabe befristeter Lehraufträge mit niedrigen Löhnen sind neue Beschäftigungsverhältnisse zu entwickeln.

5. Eine ausgewogene Verteilung zwischen Lehre, Forschung und Privatleben (work-life-balance) ist sicherzustellen.

6. Es müssen bessere Rahmenbedingungen für ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis geschaffen werden.

7. Die gleichberechtigte Mitbestimmung von Studierenden, Mitarbeitern und allgemein "Lehrenden" ist anzustreben.

8. Der Wechsel zwischen verschiedenen Standorten muss ohne finanzielle Nachteile ermöglicht werden.

9. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind an Bedarf und Nachfrage auszurichten, jedoch müssen gerade die Lehrangebote auch Kontinuität zeigen.

10. Es sind tarifvertragliche Regelungen für alle Beschäftigungsverhältnisse zu schließen.

Zusätzlich treten wir dafür ein, dass:

11. Das Humboldtsche Bildungideal der Einheit von Forschung und Lehre gestärkt wird.

12. Grundlagenforschung auch ohne wirtschaftliche Anwendbarkeit ausfinanziert wird.

13. Ein breites Spektrum an wissenschaftlicher Vielfalt (auch hohe Studiengangdiversität) erhalten bleibt.

Antragsbegründung

Diese Ini ist in ähnlicher Form im Bund beschlossen worden: https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/4320.html (Falls NeoXtrim als Antragsteller in Neumarkt diesen Antrag vorstellen möchte, so wird dies ausdrücklich begrüßt)

Die Punkte des Templiner Manifests werden u.a. auf den Seiten der GEW begründet: http://www.gew.de/Templiner_Manifest.html

In Berlin hat ein Meinungsbild eine überragende Mehrheit nach sich gezogen: https://lqpp.de/be/initiative/show/2398.html


Hintergrund: Bereits der Bundestag beschäftigte sich mit der Problematik zukünftiger Altersarmut bei Akademikern. Sie fangen erst später an zu arbeiten und im Gegensatz zu früher lohnt sich das Studium nur noch in ganz wenigen Sparten. Die Promotionsrate ist in den letzten Jahren um 30% gestiegen wohingegen öffentliche Stellen stagnieren oder gestrichen werden. Des Weiteren dürfen Wissenschaftler befristet nur 12 Jahre im öffentlichen Dienst arbeiten und müssten anschließend einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen, dies geschieht aber in 90% der Fälle nicht. Die Folgen sind Brain Drain durch Abwanderung hochqualifizierter promovierter, teilw. habilitierter Wissenschaftler bzw. in der Mehrzahl als überqualifizierte Arbeitskräfte auf einen Arbeitsmarkt der keine Verwendung für sie hat. Daraus resultiert sowohl ökonomischer Schaden, als auch auf lange Sicht betrachtet eine Schwächung der Lehre und Forschung.

Reine Drittmittel-Fachbereiche beschäftigen sich oft fast ausschließlich mit Auftragsforschung die projektartig zu Arbeitsverträgen mit teilweise nur drei Monaten Laufzeit führen. Es gibt genug Negativbeispiele. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen studieren (2 Mio Studienanfänger im Wintersemester 2011/2012) und dem Anstieg der Promotionsrate sind diese Probleme keine Randprobleme einer kleinen gesellschaftlichen Schicht mehr.

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